Gina Lückenkemper
Gina Lückenkemper

LGO-Team gewinnt drei Medaillen bei DM in Erfurt

Drei Medaillen, vier weitere Top Acht-Platzierungen und zahlreiche (Saison-)Bestleistungen sind das hervorragende Ergebnis des großen LGO-Teams bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen sowie der Langstaffeln der männlichen und weiblichen Jugend im Steigerwaldstadion in Erfurt. Damit feiert die LG Olympia das beste Ergebnis bei einer Freiluft-DM seit dreizehn Jahren. Für das herausragende Highlight sorgte Sprinterin Gina Lückenkemper, die bereits im 100 Meter-Vorlauf trotz Windstille ihre persönliche Bestzeit auf 11,01 Sekunden drückte.

Alle anderen Sprinterinnen waren nach dem 100-Meter-Vorlauf bei den Deutschen Meisterschaften am Samstag in Erfurt längst in den Katakomben verschwunden, da schrieb Gina Lückenkemper noch Dutzende Autogramme und machte mit den Smartphones ihrer Fans in der Zielkurve ein Selfie nach dem anderen. Kurz zuvor war die Sprinterin der LG Olympia Dortmund bei Windstille nach 11,01 Sekunden ins Ziel gestürmt. Damit lag sie nicht nur deutlich vor der Konkurrenz, sondern steigerte auch ihre ohnehin schon starke Bestzeit um drei Hundertstel. "Ich kann also doch noch rennen", jubelte die 20-Jährige. Das Finale begann für Gina Lückenkemper allerdings mit einem Schock. Nach den ersten Schritten lag sie fast auf der Nase. "Ich bin richtig aus dem Block gestolpert. Aber der Rest des Rennens hat gepasst", jubelte die LGO-Sprinterin. Und wie es passte: Nach dem Strauchler stürmte sie vornweg und in 11,10 Sekunden (-0,7 m/sec) zum Titel. "Ich bin überglücklich. Die Pause vor der DM hat mir gutgetan", sagte die neue Deutsche Meisterin. Mit ihrer Zeit stellte Gina Lückenkemper übrigens den Kreisrekord von Annegret Richter aus dem Jahr 1976 ein. Auch Nina Braun trat über die 100 Meter an und erzielte trotz einen Gegenwind von 1,1 Meter/Sekunde eine beachtliche Zeit von 11,98 Sekunden.

Sprintstaffel gewinnt Silber

Mit der 4 x 100 Meter-Staffel gewann Gina Lückenkemper am zweiten Tag der Meisterschaften eine weitere Medaile. In hochklassigen 43,87 Sekunden musste sich das LGO-Quartett, das aus Nina Braun, Marilena Scharff, Gina Lückenkemper und Johanna Bechthold bestand, nur den in der Besetzung überlegenen Mannheimerinnen geschlagen geben. Die MTG-Staffel lief 42,97 Sekunden und damit Meisterschaftsrekord. Das Siegerquartett hätte nur durch einen Wechselfehler gestoppt werden können. Somit erreichten die Dortmunderinnen im Steigerwaldstadion die optimale Platzierung. "Die Wechsel waren nicht ganz optimal. Aber die Zeit ist natürlich trotzdem richtig gut", jubelte Gina Lückenkemper. Auf ihren geplanten dritten Start bei der DM in Erfurt verzichtete Gina Lückenkemper schweren Herzens. Denn auf den 200 Metern wäre sie Titelverteidigerin gewesen. Doch bei ihrem 100-Meter-Sieg am Samstag war sie beim ersten Schritt eingesackt. "Danach hat der rechte Fuß ein wenig geschmerzt. Deshalb habe ich mich heute lieber ausgiebig behandeln lassen", sagte die 20-Jährige. Die intensive Behandlung hatte Erfolg. "Dem Fuß geht’s jetzt deutlich besser", so der Schützling von LGO-Trainer Uli Kunst. Dagegen ließ sich Marilena Scharff von ihrer Staffelmedaille beflügeln und erzielte über 200 Meter mit 24,37 Sekunden eine neue Saisonbestzeit.

Torben Junker wollte es im 400 Meter-Finale unbedingt wissen, nachdem er mit 46,81 Sekunden die zweitbeste Vorlaufzeit verbucht hatte. Er rückte sofort an den vor ihm laufenden Titelverteidiger Johannes Trefz (LG Stadtwerke München) heran, musste aber auf der Zielgeraden für diese mutige Attacke büßen. Auf den letzten Metern wurde er noch hauchdünn von Rang 3 verdrängt, konnte sich aber als Vierter über seine neue Bestzeit von 46,25 Sekunden (bisher 46,57) freuen und bestätigte seine Position unter den derzeit besten deutschen Langsprintern. Schon im 800 Meter-Vorlauf gefiel Laura Hansen durch ihr kluges Rennen, das sie in 2:09,19 Minuten für sich entschied. Im Finale ging es heiß her und sie musste einige Rempeleien einstecken. Dennoch hielt sie gut mit und erst auf der Zielgeraden gingen ihr die Körner aus. So erreichte sie nach 2:09,54 Minuten als Neunte das Ziel. Sie gehörte auch zum 4 x 400 Meter-Quartett der LGO, in dem sie gemeinsam mit Marilena Scharff, Laura Siegeroth und Franziska Käppler zum Abschluss der Titelkämpfe gute 3:45,00 Minuten lief und damit Rang 7 belegte.

Christina Honsel verpasst Bronze nur knapp

Spannend ging es im Hochsprung-Wettbewerb der Frauen zu. Christina Honsel stieg bereits bei 1,70 Meter in den Wettkampf ein und absolvierte diese als auch die nächste Höhe von 1,75 Meter problemlos. Dann lag die Latte auf 1,80 Meter und Christina Honsel benötigte zwei Versuche um diese Höhe zu meistern. Es ging bei 1,84 Meter weiter und nur noch sieben Springerinnen waren im Wettbewerb. Leider riss die LGO-Athletin diese Höhe, wie schon eine Woche zuvor beim Meeting in Bühl, drei Mal knapp. Lediglich Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart) und Jossie Graumann (LG Nord Berlin) übersprangen auch diese Höhe. So stand am Ende ein toller 5. Platz für Christina Honsel zu Buche und der Ärger über die verpasste Bronzemedaille, wenn sie die 1,80 Meter bereits im ersten Versuch geschafft hätte, währte nur kurz.

Die Temperaturen im Steigerwaldstadion waren an beiden Nachmittagen mit fast 30 Grad alles andere als läuferfreundlich. Unter diesen Voraussetzungen gewinnen die 14:41,10 Minuten, die Fynn Schwiegelshohn auf Platz 9 über 5000 Meter lief, deutlich an Wert. Michael Wilms, der aufgrund einer Achillessehnen-OP lange Zeit pausieren musste, lief in Erfurt erst sein zweites Hindernis-Rennen in dieser Saison. Mit 9:02,88 Minuten und Platz 9 konnte er in Erfurt ein tolles DM-Comeback abliefern. Katharina Seelos trat ebenfalls über die Hindernisse an und steigerte ihre Bestzeit gleich um vier Sekunden. Mit 10:59,56 Minuten blieb sie zum ersten Mal unter elf Minuten und belegte einen guten 13. Platz.

3 x 800 Meter-Staffel mit erfolgreicher Titelverteidigung

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften wurden traditionell auf die Titel in den Langstaffeln der männlichen und weiblichen Jugend vergeben. Über 3 x 800 Meter traten zum Vorlauf Angelina Geitz, Lara Reifers und Patricia de Graat an. Nachdem die ersten beiden Athletinnen trotz guter Läufer etwas in Rückstand geraten, holte Patricia de graat diesen mit einem furiosen Lauf noch auf, so dass das Trio mit 6:53,93 Minuten die drittbeste Vorlaufzeit verbuchen konnte. Im Finale stellte Trainer Pierre Ayadi die Staffel um. Patricia de Graat lief als Erste und brachte die Staffel mit Vorsprung in Führung. Diese konnten Linn Kleine und Franziska Käppler souverän halten und brachten den Stab mit neuer Kreisrekordzeit von 6:39,73 Minuten ins Ziel. Der alte Rekord stand bei 6:41,27 Minuten, gelaufen vom OSC Thier 1985 in Berlin. Die männliche Staffel über 3 x 1000 Meter erzielte im Vorlauf mit Janne Straub, Mohamed Hamadi und Elias Schreml 7:43,21 Minuten und zog damit ins Finale ein. Dort musste Elias Schreml, der am Sonntagvormittag zu den U18-Weltmeisterschaften nach Nairobi (Kenia) aufgebrochen ist, durch Mohamed Mohumed ersetzt werden. Als Schlussläufer begann er eine beeindruckende Aufholjagd, lag zwischenzeitlich sogar auf Position 4, musste auf der Zielgeraden seinem hohen Tempo jedoch Tribut zollen. Dennoch konnte sich das Trio zum Vorlauf steigern und erreichte in 7:40,73 Minuten einen beachtlichen 7. Platz.

Das Finale über 100 Meter der Frauen mit Gina Lückenkemper:

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