Christof Neuhaus
Christof Neuhaus

Christof Neuhaus: Lehrer, Trainer, Glücksfall

Christof Neuhaus unterrichtet am Dortmunder Goethe-Gymnasium die Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften, er leitet an seiner Schule mit großem Engagement eine Lauf-AG und ist erfolgreicher Trainer bei der LG Olympia und dem LGO-Stammverein TSC Eintracht 48/95. Als der 29-Jährige vor drei Jahren in Berlin die Marathonstrecke in 2:26:44 Stunden lief, schien er vor einer vielversprechenden Karriere über die klassische Distanz zu stehen. Aber er sah seine Zukunft als Lehrer, ohne das Laufen ganz aufzugeben.

"Ich laufe täglich und gerne auch einmal schneller. Läufe im Schnitt unter vier Minuten sind keine Seltenheit, da hilft mir auch noch mein großes Fundament des damaligen Marathontrainings. Ich habe aber keinerlei Wettkampfambitionen und laufe einfach nur, um mich gut zu fühlen. Umso zufriedener bin ich dann, wenn es nachwievor für recht schnelle Wettkämpfe, wie zulezt beim B2run oder letzte Woche beim AOK-Firmenlauf, reicht. Es ist großartig, dass ich nach dem Leistungssport immer noch so viel Freude am Laufen habe, das ist ein großer Schatz. Heute laufe ich lieber mit meiner Freundin, als mit einer Startnummer auf der Brust."

Vier Bundeskader-Athleten am Goethe-Gymnasium

Als Lehrer für Deutsch und Sozialwissenschaften am Goethe-Gymnasium, der NRW-Sportschule, engagiert sich Christof Neuhaus bei der Betreuung der Leichtathleten und vor allem der Läufer und unterstützt sie dabei, die duale Karriere von Leistungssport und Schule bestmöglich zu meistern. Zur Zeit gibt es am Goethe-Gymnasium mit Linn Kleine, Elias Schreml, Mohamed Mohumed und Steffen Baxheinrich (LV Oelde) gleich vier Leichtathleten aus dem DLV-Bundeskader und darüber hinaus sechs Talente aus dem "Talentteam Lauf" und eine Reihe Athleten aus den technischen Disziplinen. "Im nächsten Jahr werden mit Tessa Krämer und Pia Vogt zwei meiner Laufteam-Athletinnen ans Goethe-Gymnasium wechseln."

"Wir haben am Goethe großartige Bedingungen, die ich sehr schätze. Man merkt im Kollegium, dass wir alle Lust auf dieses spannende Profil "NRW Sportschule" haben. Wir sind sicherlich nicht perfekt, aber verbessern uns täglich und ich bin stolz nun als Leichtathlet und vor allem als Läufer immer mehr daran teilhaben zu können", sagt er. Mehrere Athleten betreut er nicht nur sportlich, sondern auch als Lehrer. Diese jungen Talente im Unterricht und zugleich im Stadion zu erleben, macht ihm Riesenspaß. "Man versteht diese jungen Menschen nicht nur als Schüler oder Athleten, sondern im Sinne unseres Sportschulenkonzeptes als komplette Menschen, die zum Beispiel morgens Gedichte analysieren oder die Europäische Union beurteilen und anschließend Leistungssport auf hohem Niveau betreiben."

"Den Gedanken, dass es sich lohnt für etwas zu kämpfen, gibt man nicht an der Schultür ab"

Auch die Begleitung von Trainingslagern ist ein wichtiger Baustein in der Betreuung seiner Schüler und Athleten. "Uns wurde ermöglicht, dass ich als Betreuer und eben auch Lehrer mit nach Spanien fahren konnte, wo ich täglich die Arbeit für die Schule betreut habe. So können wir sicherstellen, dass die duale Karriere wirklich gelingt und die Athletinnen und Athleten nicht mit schulischem Nachholbedarf aus dem Trainingslager kommen. Im Kollegium bin ich mit meinem Leichtathletik-Schwerpunkt auf breite Unterstützung gestoßen und es ist vielleicht sogar ein Vorteil, dass ich nicht der klassische Sportlehrer bin," erläutert der Pädagoge.

Christof Neuhaus ist überzeugt, dass Leistungssportler neben dem Sport Eigenschaften erwerben, die sie auch im normalen Leben weiterbringen. "Den Gedanken, dass es sich lohnt für etwas zu kämpfen, gibt man nicht an der Schultür ab", betont er. Im Training des LGO-Stammvereins TSC Eintracht fördert er die Talente disziplinübergreifend und legt großen Wert auf eine große Grundausbildung. "Dagegen soll das Training im Talentteam-Lauf auf den Leistungssport in der U18 vorbereiten. Hierbei achte ich vor allem auf eine gute Koordination und Schnelligkeit, um darauf die Tempoläufe aufzubauen. Dass dies funktioniert sieht man an den Sprint- und Langsprintzeiten und zugleich an der Übertragung über die 800 Meter. Es ist zumeist eine verkürzte Sicht, wenn schnelle Jugendliche immer beim Sprint bleiben. Vielfach sind dies herausragende Zubringerwerte für gute 800 Meter-Zeiten." Darüber hinaus wird Christof Neuhaus ab dem Herbst die U18-Laufgruppe übernehmen, um für die Leistungsgruppe von LGO-Coach Pierre Ayadi Grundlagen und Kontinuität zu schaffen. "Wir verfügen damit über ein gut funktionierendes Trainerteam", freut sich Christof Neuhaus, der immer mehr zu einem Glücksfall für die Dortmunder Leichtathletik wird.

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